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Starkholz profilieren [Holzkurier Heft 51/52/2005]
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 Starkholz profilieren [Holzkurier Heft 51/52/2005]
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Der nächste Streich - im November 2006 ,startet eine Starkholz-Profilierlinie (blauer Teil): Offner (li.) mit Projektkoordinator DI Rink
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Holzindustrie Offner Facts:
Kunststoff-Folien Umsatz: 8Mio. /J Mitarbeiter: 50
Werkzeug-Produktion: Standorte: Wolfsberg, Schorndorf/DE und Wuppertal/DE Umsatz: 35 Mio. /J Gründung: 1755 Mitarbeiter: 235
Holzindustrie: Umsatz: 53 Mio. /J Mitarbeiter: 105
Projekt Starkholzwerk: Investition gesamt: 32 Mio. Zopf: 10 cm bis 63 cm Start: November 2006 Einschnitt: 600 bis 700.000 fm/J (eineinhalb-schichtig) Vorschub: bis 130 m/min Kapazität Schnittholz-Sortierung: bis 350 Stück/min Kapazität Nachsortierung: 280.000 m³/J Kapazität Trocknung: 240.000 m³/J Holzarten: Fi/Ta
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Im November 2006 werden wir unser Starkholzsägewerk starten“, mit dieser Nachricht überraschte Komm.-Rat DI Hans Michael Offner im Holzkurier-Interview, das eigentlich zur Honorierung zum „Sägewerk des Jahres 2006“ geführt wurde. Die Auszeichnung gebührt einem Unternehmen, das auf einen Gutteil der Arbeitszeit seines Geschäftsführers verzichten muss, da er für Branchen-Interessen national wie international unterwegs ist. Wertschätzung sollte auch einem Sägewerk zuteil werden, dem man glaubt, nach dem Motto zu handeln: Als erster Preise erhöhen, als Letzter nachgeben. Ausgezeichnet wurde aber auch ein Unternehmen, das seit 250 Jahren in Familien-Besitz ist – das wurde vor drei Monaten mit 1300 Gästen gefeiert.
Ja zu A. Mit der beabsichtigten Investition von insgesamt 32 Mio. kommt ein weiterer Grund dazu, die Johann Offner Holzindustrie, Wolfsberg, zum „Sägewerk des Jahres 2006“ zu küren. Investieren andere außerhalb Österreichs, so glaubt der Geschäftsführer an den Standort Österreich. Installiert wird eine völlig neue Sägelinien-Konzeption von LINCK, Oberkirch/DE. Zwei V50-Spaner-Profiliereinheiten mit Kreuzschnitt-Möglichkeit werden das bilden, was Offner wie folgt umschreibt: rationell und flexibel Massensortimente aus Starkholz zu schneiden. Auf die Frage, warum man nicht auf Bandsägen-Technologie setzt, antwortet Offner mit dem Verweis auf seine bisherigen Erfahrungen sowohl mit dem Hauptausrüster als auch mit der Technologie. „Wir sind überzeugt von der Kreissägentechnik. Da passt Leistung, Oberflächenqualität und Genauigkeit“, formuliert er es. Künftig erfolgt der Einschnitt dann variabel mit einem Vorschub von 50 bis 130 m/min.
Starkholz optimiert nutzen. In Richtung Starkholz wurde er schon bisher durch das Rundholzangebot geleitet. „Um den reinen Schwachholz-Spezialisten auszuweichen, sind wir schon bei einem Media von 27, 28 cm angelangt. Künftig werden wir zeigen, was man zwischen 35 und 55 cm Zopf noch alles rausholen kann. Es gelte: je stärker, desto mehr schlechte Qualitäten sind enthalten – da muss man flexibel reagieren“, erläutert Offner. Linck wird im Kärntner Unternehmen ein Anlagenkonzept realisieren, das im Vorschnitt schon vier plus zwei Seitenbretter erlaubt – vier weitere folgen im Nachschnitt. Zwei in die Linie integrierte Vermessungen erlauben Schnittbilder, bei denen die Seitenware sowohl in Breite als auch Lage optimiert werden kann. Was bei einer solchen Linie passiert, ist klar: 350 Bretter müssen in einem neuen und zwei bestehenden Springer-Sortierwerken in der Minute abgenommen werden.
Einzigartige Schnittbilder. „Um solche Schnittbilder fahren zu können, müssen andere Spanerwerke das Holz noch ein bis zwei Mal getrennt aufgeben“, meint Offner. „Wir wollten etwas machen, das die anderen noch nicht können. Ich bin überzeugt, das werden wir schaffen.“ Geplant ist nun, die Anlage eineinhalb-schichtig zu fahren – damit käme man auf einen Einschnitt von 600.000 bis 700.000 fm/J. Die Investitionen der vergangenen Jahre in eine modernisierte Nachsortierung (Kapazität: 280.000 m³/J) und der Trocknungskomplex (Kapazität: 240.000 m³/J) waren schon auf diesen Erweiterungsschritt ausgerichtet.
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Ein eigenes Anschluss-Gleis bis zur Rundholz-Aufgabe (Hintergrund) wurde Mitte Dezember in Betrieb genommen
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So Kann man nur alle 250 Jahre einladen - Mitarbeiter, Kunden, Kollegen, Politiker und natürlich Freunde feierten Anfang September
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Ein eigenes Anschluss-Gleis bis zur Rundholz-Aufgabe (Hintergrund) wurde Mitte Dezember in Betrieb genommen
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Offner rief und alle kamen - zum 250 Jahr-Jubiläum waren 1300 Gratulanten in Wolfsberg
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Schnittholz spalten für Exportmärkte. In wenigen Wochen wird eine neue Spaltbandsäge in Betrieb gehen. Es handelt sich dabei um eine EWD-Dreifachbandsäge, die von einer Mechanisierung von TC Maschinenbau, St. Veit, bedient wird. Stehend oder liegend kann hier Schnittware aufgetrennt, begutachtet, gebündelt, umreift und dann wieder paketiert werden. Gerade mit solchen Spezial-Dimensionen ist Offner dann etwa auf nordafrikanischen Märkten unterwegs. Die nachträglich gespaltene Schnittware machte schon bisher ein Volumen von bis 40.000 m³/J aus – künftig werden es wohl noch etwas mehr sein. Die nächsten Jahre werden primär genutzt, das Sägewerk zu optimieren. „An eine Weiterverarbeitung denken wir noch nicht – zuerst wollen wir das perfekte Sägewerk“, erläutert Offner. Aber: Zur Unternehmensgruppe Offner gehören zwei Werkzeug-Produktionen (Metall-Sparte) und eine Produktion von Kunststoff-Folien. In Kombination mit letzterer könnte sich Offner eine WPC-Fertigung vorstellen. Diesbezüglich läuft bereits ein Forschungsprojekt. Die Wunschvorstellung Offners wäre es, aus Kunststoff-Restmengen und Spänen neuartige WPC-Produkte zu erzeugen.
Feuerung ausgelagert. Für die thermische Verwertung der Resthölzer hat Offner eine neuartige Variante mit Mondi Packaging, Frantschach, gefunden: Auf zwanzig Jahre liefert Offner seine Rinde und Hackgut sowie einen Teil der Sägespäne ins nahe Zellstoffwerk. Umgekehrt erhält er 18 MWh per Fernwärmeanschluss. „Es bliebe noch Wärme für die Trocknung der restlichen Späne“, deutet Offner sein Interesse an, eventuell in den Pelletsmarkt einzusteigen. Mit dem derzeitigen Ölpreis erkennt er einen Quantensprung in der Mengenabnahme. Um kostengünstig und umweltschonend das Rundholz nach Wolfsberg zu schaffen, wurde nun ein Gleis hin zum Rundholzplatz verlängert. Bei dieser Genehmigung fühlt sich Offner von den Behörden „schmählich behandelt“ – drei Monate ab Ansuchen dauerte es etwa für die Abhaltung der Bauverhandlung. Heftig kämpfen musste er auch um die Ermöglichung einer dritten Schicht. Diese wurde nun probeweise nur bis Jänner verlängert. Für Offner sind das alles Indizien, dass man alteingesessene Betriebe wesentlich schlechter behandelt, als potenzielle neue Investoren.
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Künftig kann man alles schneiden - von 10 bis 63 cm Zopf
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Kooperative Führung. Die Interessen der heimischen Sägeindustrie vertritt Offner seit 1995 als Verantwortlicher für die österreichische Sägeindustrie und seit 2001 als Präsident des Europäischen Sägewerksverbandes. Beide Funktionen sind mit großem zeitlichem Aufwand verbunden. "Ich werde oft gefragt, ob ich meine Unternehmen nicht vernachlässige. Wenn man die richtigen Mitarbeiter hat, an die man delegieren kann, geht das. Man muß die Leute nur arbeiten lassen. Ich glaube, dass ich Entscheidungen neutraler fällen kann, weil ich einenen erweiterten Erfahrungsschatz habe" argumentiert Offner. "Wir haben flache Hierarchien und man entscheidet eh meistens das, was die Mitarbeiter vorschlagen. Vor der Betriebsübernahme von meinem Vater liefen alle Fäden bei mir zusammen - nun habe ich viele Verantwortlichkeiten delegiert." Dass dem passionierten Jäger neben Funktionärs- und mehrfacher Geschäftsführertätigkeit noch Zeit für die Familie bleibt, dokumentiert die tatsache, dass Sohn Johann jun. - wie schon vorher seine drei Schwestern - in Kürze sein Studium abschließen wird. Ein Haus für alle. Mit offener Gesprächsführung und mitunter polternder Argumentation hat Offner für seine Berufsgruppe unzweifelhaft viel erreicht. Neben der verstärkten Thematisierung der länderübergreifenden Holzwerbung mag als ein Höhepunkt die heurige Gründung der Plattform Forst-Holz-Papier (FHP) gelten, an deren Zustandsekommen Offner maßgeblich beteiligt war - FPP fand ja noch ohne Sägeindustrie statt. Mit FHP verbindet Offner insbesondere die Verpflichtung, zum Wohle aller zusammenzuarbeiten. Eine Vorgabe, die er gerade in der aktuellen schwierigen Versorgungslage einfordern möchte. "Es macht aber Spass, die österreichische Holzindustrie zu vertreten. Wir haben zahlreiche Leitbetriebe, die weltweit führend sind", schmeichelt er seinen Kollegen. Der ständige Kontakt zu diesen sei ihm wichtig. Im Interview hob er Gerald Schweighofer hervor, der es schaffte, "uns zu zeigen, dass man auch ferne Märkte wie Japan oder die USA bedienen kann". Mit dem Ergebnis, dass diese beiden Länder mittlerweile unter den Top 4-Abnahmemärkten für österreichisches Nadelschnittholz sind. GE |
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