My Linck
Login: 
Passwort: 
Startseite  |  Impressum  |  E-mail

Suche:



Startseite   >>  Aktuelles  >>  Presseberichte  >>  Ausbeutemaximierung [Holzkurier 51/2004]

Ausbeutemaximierung [Holzkurier 51/2004]
Mit Vollgas – Zopf voraus – bogenfolgend


 
Spaner-Kreissägelinie für bogenfolgenden Einschnitt bei einem Vorschub bis
150 m/min – Spaneraggregat VM30-160-6 mit automatischer Stammeindrehung
in der Donausäge Rumplmayr
FOTOS: KANZIAN
  Rumplmayr-Facts
  Geschäftsführer: Komm.-Rat
  DI Friedrich Rumplmayr
  Rundholzeinkauf:  DI Friedrich
  Rumplmayr jun.
  Technik und Verkauf USA: DI Rudolf
  Rumplmayr
  Betriebsleitung und Verkauf Werk
  Enns: Helmut Steiner
  Unternehmens-
  Controlling, Betriebsleitung und
  Verkauf  Werk Altmünster sowie
  Fernost: Mag. Severin Rumplmayr
  Hauptwerk: Enns
  Gegründet: 1974
  Fläche: 20 ha
  Einschnitt: 750.000 fm/J
  Kapazität: über 1 Mio. fm/J
  Hobelwerk: 120.000 m3/J
  (einschichtig)
  Mitarbeiter: 125
  Stammwerk:Altmünster
  Gegründet: 1927
  Fläche: 5 ha
  Einschnitt: 95.000 fm/J
  Mitarbeiter: 35
Spanertechnologie vom Feinsten wird in der Donausäge Rumplmayr, Enns, eingesetzt.

Erste Anlage in Mitteleuropa.
Die Donausäge besitzt nun die erste Profilierspanerlinie in Mitteleuropa, die mit 150 m/min Zopf voraus bogenfolgend einschneidet. Schnell, hohe Ausbeute und flexibler Einschnitt –diese Punkte haben das Familienunternehmen dazu bewogen, die Aufgabenstellung mit neuester Linck-Technologie zu realisieren. Komm.-Rat DI Friedrich Rumplmayr hat dieses Konzept bereits seit langem verfolgt, es fehlte bisher jedoch der richtige Maschinenlieferant. Mit Linck hat die Donausäge den aufgeschlossenen Partner mit der zuverlässigen Kompetenz des „Mercedes unter den Herstellern“ gefunden. Bereits im Februar konnte die zweite Ausbaustufe mit Installation der Nachschnitteinheit abgeschlossen werden. Im September führte Rumplmayr zusammen mit Linck-Konstruktionsleiter DI Hermann Groß systematische Tests durch.

Testergebnisse erstmals präsentiert.
Über die wesentlichen Erkenntnisse berichten die Brüder Mag. Severin sowie DI Rudolf Rumplmayr:

● Mit Doppelwellenkreissägen kann man bei entsprechender Fördertechnik Model bogenfolgend bearbeiten. Es entsteht dabei weder Versatz noch Aufwärtsschnitt.

● Die Voraussetzungen für bogenfolgenden Einschnitt sind das präzise Eindrehen, Zentrieren und Führen des Stammes. Durch die Abholzigkeit ergibt sich bei Zopf voraus Einschnitt für das Fertigschneiden die notwendige Querschnittsreserve am Stockende.

● Ein großer Vorteil ist das faserparallele Auftrennen des Models, wenn der Stammkontur gefolgt wird.

● Bei der technischen Trocknung bringt es erhebliche Qualitätsverbesserungen, da nach dem Kernverlauf aufgetrennt werden kann.

● Die Rundholz-Durchmesser können erheblich knapper gewählt werden. Die bereits vorhandene Feinsortierung unterstützt die Ausbeute -Optimierung zusätzlich.

● Wahlweise erfolgt der Einschnitt bogenfolgend oder gerade. Dabei kann auch die Intensität des Bogens reguliert werden. 25% der getesteten Stämme hatten eine Pfeilhöhe von größer 30 mm.

● „Die Verschnittlängen wurden drastisch reduziert. Wir erhalten durch die neue Konzeption kumuliert eine Mehrausbeutebis zu 4%“, so Rumplmayr.

Profiliereinheit: durch den Zopf-voraus-Einschnitt ergibt sich eine Querschnittreserve am Stockende für das Fertigschneiden Bedienungsmann hat die Profilierlinie und Schnittbildüberwachung im Griff
Zweite Ausbaustufe wurde mit der Installation der Nachschnitteinheit bereits im Februar abgeschlossen Seitenbrettabscheidung – die Hauptware gelangt zur Springer-Sortierung
● Qualitativ bestehen weder für Haupt- noch Seitenware Nachteile.

● Die Standzeit der Kreissägenund die Schnittgenauigkeit verringert sich nicht.

● Auch die Qualität des Restholzes bleibt unverändert.
 
Spezialisierung der Profiliertechnik.
„In Enns wurde es Realität, bei gleichem Holzdurchsatz und Schnittqualität bogenfolgend einzuschneiden“, freut sich Planungsingenieur Walter Pertschy. In der ersten Ausbaustufe wurden zwei Spaner, ein Sägeaggregat, ein Profilieraggregat und die zugehörigen Ein- und Auszugssysteme angeschafft. In derzweiten Ausbaustufe wurde das Sägeaggregat CSMK285-A1/B1 als Nachschnittmaschine installiert. Die Aggregate für das Bogenschneiden werden in entsprechender Distanz zueinanderaufgestellt.
 
Rundholz-Feinsortierung.
Auf der speziell konzipierten Rundholzzubringung von Springer, Friesach, wird das nach Qualität vorsortierte Rundholz nochmals nach Zopf sowie Qualität auf drei Zuteilförderer feinsortiert. Im Vorschnittspaner werden die Stämme dreidimensional vermessen, exakt mit dem Bogen nach oben eingedreht und beidseitig angespant. Im Anschluss an den Vorschnittspaner wurde die Reduzierkreissäge zum Abtrennen der Vorschnittseitenware installiert. Diese wird nach Bedarf zu zwei Besäumanlagen transportiert (bis zu 100 Stück pro Minute). Die Vorschnittgruppe hat eine Frequenz gesteuerte Vorschubgeschwindigkeit zwischen 70 und150 m/min. Nach dem Wenden durchläuft das Model – je nach Pfeilhöhe gerade oder dem Bogen folgend – den zweiten Spaner.
 
Präzise Auftrennung.
Im Anschluss an den Nachschnitt-Spaner wird mit dem Proflilieraggregat das Seitenbrett vom Nachschnitt profiliert. Das Kantholz wird auf der Nachschnittkreissäge in einem Arbeitsgang in Haupt- und Seitenware aufgetrennt und auf die zwei Schnittholz-Sortieranlagen (72 Lagen) von Springer übergeben.
 
Komplettabnehmer für die Forstwirtschaft.
Die Donausäge Rumplmayr stellt für die Forstwirtschaft einen Komplettabnehmer dar. Fichte, Tanne und Kiefer von Zopf 8 cm bis 70 cm Stammende wird verarbeitet.
 
Expansion geht weiter.
„Wir befinden uns derzeit in einer Expansionsphase. Das neue Hobelwerk ist bereits in Betrieb. Acht Trockenkammern werden installiert. 2006 werden vorerst 30 Kammern zur Verfügung stehen“, erläutert Betriebsleiter Helmut Steiner. Um für die Trockenkammern genügend Wärme liefern zu können, wird auch das Biomasse-Heizkraftwerk ausgebaut. 2005 wird eine dritte Turbine mit 7,5 MW und ein Kessel (32 t Dampf) errichtet. „Der Ausbau an der Hafenlände wird ebenfalls forciert“, berichtet Steiner. Um gleichzeitig zwei Schiffe be- sowie entladen zukönnen, wird eine 200m lange Kaimauer erstellt.     
JK

Linck-Facts
Standort: Oberkirch/DE
Mitarbeiter: 320
Geschäftsleitung: Volker Geiger und Karl-Heinz Rumpel
Gegründet: 1824
Produkte: Spaner, Profilieraggregate, Sägeaggregate, Besäumanlagen, Gatter, Rundholzplatzanlagen, Entrindungsmaschinen

Severin Rumplmayr, Helmut Steiner, Walter Pertschy und Rudolf Rumplmayr (v. li.)berichten über die erfolgreiche Testphase Bogenfolgend profilierte Kantlinge mit einer Pfeilhöhe von 30 mm vor dem Auftrennen


Quelle: Holzkurier 51/2004